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Der Taunus und seine Mineralien

Übersicht

Einige Photos von Mineralien, die wir im Taunus gefunden oder auf Börsen erstanden haben. ( geordnet nach Mineralart )

Elemente

Das große Ziel wäre ja noch ein Taunusgold. Im Wilke wird's erwähnt, aber gesehen, geschweige denn gefunden, habe ich es noch nicht! Aber zumindest habe ich ein paar Kupferbilder…

Kupfer/Bad Ems (1) Kupfer/Bad Ems (2)

Friedrichssegen

Wie dieses Kupferbäumchen links, wie es in recht spektakulären Aggregaten von der Friedrichssegen zu finden war. Auf den Halden sind solche Funde eigentlich ausgeschloßen. Das Kupfer bildete sich in der Zementationszone der Lagerstätte und war dort ein begehrtes Erz.

Kupfer/Jeanette

Jeanette

Andere Bergbaugebiete wie z.B. die Grube Jeanette lassen Kupfer nur in kleine Flittern finden, zumindest sind mir keine anderen Formen wie Drähte bekannt. Diese Flitter verteilen sich im Umgebenden Gestein und werden von Cuprit, Malachit begleitet. In dessen Umgebung ist auch Covellin zu finden.

Sulfide

Galenit (Bleiglanz)

Der Galenit ist eines der Haupterze im Taunus. Wie so oft wurde er hauptsächlich wegen des ihn begleitenden Silbers abgebaut und deswegen ist auf den Halden nicht allzuviel davon übrig geblieben. Typisch und recht oft auf den Halden zu finden sind Pseudomorphosen des verwitterten Galenits.

Im östlichen Taunusrevier kommt er fast ausschliesslich derb eingesprengt in Nestern im Gangquarz vor. Eine Ausnahme bildet die Grube Hannibal von der hervorragende frei aufgewachsene grosse Kristalle stammen. Auch vom Emser Revier sind gute Kristallstufen bekannt, doch verglichen mit der Menge des hier geförderten Erzes sind sie recht selten.

Galenit/Heftrich Galenit/Heftrich

Heftrich

Die Kristalle von der Grube Hannibal bei Heftrich bilden neben dem Würfel oft auch Oktaederflächen aus, wie das rechte Bild der linken Bildbox zeigt. Das Stück stammt aus der Sammlung von Herrn C.Wunderle und ist ein Fund aus den 1960er Jahren.
Das andere Stück habe Ich (C.Sukatsch) irgendwann einmal auf einer Börse erstanden. Als weitere Mineralien gesellen sich hier noch Fahlerz und etwas Kupferkies - welche auch die bläulichgrünen Verwitterungskrusten erzeugen.
Hervorragende Stufen aus der Betriebszeit fanden bereits damals ihren Weg in die USA.

Galenit / St.Hubertus

St.Hubertus

Wieder zurück in den östlichen Taunus, der Usinger Gegend. Relativ häufig wurde Galenit auf den Halden der Grube St.Hubertus gefunden, was auch mit ihrer Geschichte zusammenhängt. Als sie entdeckt wurde fanden sich ausgewitterte Galenitrollstücke, die bis zu sagenhaften 500 kg schwer gewesen sein sollen. Das Bild auf der rechten Seite zeigt ein kleines solches Rollstück in der Größe von ca 2cm.

Galenit/Wundertshecke Galenit/Wundertshecke

Wundertshecke

Von der benachbarten Wundertshecke gibt es ähnliche Funde, wie links abgebildet. Das ganz linke Stück wurde im Sommer 2004gefunden, das andere Mitte der 1980er. Man kann hier deutlich sehen, das der Galenitwürfel von Quarz ummantelt ist und schon teilweise in Cerussit umgewandelt ist. Typisch von hier sind auch Pseudomorphosen von Pyromorphit nach Bleiglanz, bei denen schön zu erkennen ist, wie sich die Phosphorsäure entlang der Würfelspaltflächen vorgearbeitet hat. Ähnliche Ausbildungen kommen auch auf der Grube Vereinigung vor, auch finden sich hier Paramorphosen des Pyromorphits. Ausgesprochen selten sind Pseudomorphosen von Anglesit nach Galenit. Von der Grube Königsholz ist eine solche bekannt.

Galenit / Jeanette Galenit / Jeanette

Jeanette

Als weiterer klassischer Fundort in dieser Gegend, lieferte die Grube Jeanette ebenso hauptsächlich derben Galenit. Manchmal finden sich in diesen Erzbutzen anderer Erzmineralien, wie der Chalkopyrit, oder ganz selten Fahlerz. Meistens ist der Galenit stark verwittert und ist mit Cerussit, Pyromorphit oder Linarit vergesellschaftet.

Auf der Grube Altermann bei Langhecke wurden neben derb eingesprengten Massen auch selten frei gewachsene Würfel mit rauen Flächen auf Tonschiefer gefunden.


Fahlerze

Fahlerz von der Kaisergrube

Kaisergrube

Als weiteres sulfidisches Erz treten Vertreter der Fahlerzgruppe auf, meißt Tennantit oder Tetraedrit. Hier ein Teraedrit von der Kaisergrube . Zugegeben: Ich habe ihn auf einer Börse gekauft, denn das Gelände der Kaisergrube ist privat und nicht zugänglich.

Fahlerz von Mehlbach

Mehlbach

Fahlerz von Mehlbach Fahlerz von Mehlbach

Fahlererzkristall / Mehlbach

Vom alten Bergwerk Mehlbach sind unter anderem Fahlerze bekannt, vor allem auf Siderit- bzw. Ankeritmatrix wie hier auf dem Bild. Es zeigt einen Fund aus den 1960ern, und ist recht groß (10x10cm). Es zeigt oberflächlich leicht angewitterte Fahlerzkristelle welche auf Ankeritkristallen aufgewachsen sind. Herr Claus Wunderle stellte mir das Mineral für ein Bild freundlicher weise zur Verfügung.

Ein weiteres Beispiel für Fahlerzkristalle zeigen die beiden Bilder links. Hier ist ein Fahlerzkristall von ca. 0.5cm Länge zu sehen, der aus einem Calcitgang herausgeäzt wurde. Der Fund stammt, wie das Beispiel oben, auch aus den 1960ern. Heute sind solche Funde allerdings nicht mehr möglich, zumal die Halden fast weg sind und Sammeln nicht geduldet wird.


Chalkopyrit (Kupferkies)

Chalkopyrit/Malachit von Altweilnau Chalkopyrit/Malachit von Altweilnau

Altweilnau

Der "Kupferkies" ist auf den Halden recht selten, obwohl er früher eines der Haupterze nach dem Galenit gewesen ist. Allerdings wurde er im nordöstlichen Taunus häufiger gefunden, als im Kransberger Bereich. Das Exemplar links stammt von Altweilnau, wahrscheinlich von der Königsholz, von der Halde bei der Weggabelung am Weilufer.

Chalkopyrit/Malachit von Philippstein Chalkopyrit/Malachit von Philippstein

Philippstein

Diese beiden Chalkopyrite stammen vom ehemaligen Diabassteinbruch bei Philippstein im nördlichen Taunus. Die Fotos zeigen Eigenfunde von mir (C.Sukatsch) und Herren Claus Wunderle, der sein Fund freundlicher Weise zur Verfügung stellte. Die Funde stammen aus den 70 bis 80er Jahren des 20en Jahrhunderts.


Sphalerit (Zinkblende)

Sphalerit/Alter Mann; Langhecke

Langhecke

Ebenso rar wie der Chalkopyrit ist der Sphalerit auf den Taunushalden. Bei ihm läßt sich eine Abnahme der Häufigkeit in der Richtung nordwestlich zu südöstlich erkennen. Dementsprechend ist er in Usinger Gebiet selten zu finden. Aber zur Teufe hin schein er wohl häufiger zu werden, wie manche Literaturquellen schreiben. Als ein kleines Beispiel soll der links abgebildete Spahlerit von Langhecke dienen.

Sphalerit/Hanniball/Heftrich

Heftreich

Aus dem (eher) westlichen Teil des Taunus stammt das rechts abgebildete Exemplar, von der ehemaligen Grube Hannibal bei Heftrich. Dort konnte man den Spahlerit als kleine braune Kristalle finden, die manchmal sogar die Größe von einigen Millimetern erreichten (Leider noch kein Bild..)

Halogenide

Fluorit

Fluorit vom Steinbruch Birkenkof

Dieses Halogenid ist im Taunus sehr selten - ich kenne nur ein einen Fundpunkt im Taunus von dem er herstammt: Steinbruch Birkenkopf bei Mensfelden stammen tief violette Kristalle von bis zu 1.5cm Größe (Literaturangabe: Weiss nr.488). Ich selber habe bis jetzt nur sehr kleien Kristalle gesehen. {;)

Oxyde

Quarz

Tazy, mach doch mal was, DU bist doch quatsch, Quarz-sammler. ich arbeite damit!

Quarz ist ein sehr weit verbreitetes Mineral -- auch im Taunus. Quarzgänge finden sich an vielen Stellen, so sind viele Schieferabbaue auch klassische Fundorte für Quarz, oder die zahlreichen Steinbrüche im Taunus.

Quarz von Miehlen Quarz von Miehlen, closeup

Quarz / Miehlen

Zuerst einige Quarze aus Miehlen. Man beachte die Bänderung des Quarzes in der Detailaufnahme rechts.

Kappenquarz/Usingen

Kappenquarz / Usingen

Die nächsten Bilder stammt von einer der berühmteren Fundstellen im Taunus, Usingen. Von hier stammen unter anderem auch die sogenannten Kappenquarze: Wie bei dem oberen Exemplar zu sehen bilden sich dabei negative Abdrücke in anderen Quarzkristallen, die sich dann auch wie Kappen abnehmen lassen.

Quarz/Usingen Quarz/Usingen

Quarz / Usingen

Natürlich gibt es auch "normale" Kristalle, wie die in der 2.Reihe unten abgebildeten. In Usingen können Quarzte recht kapitale Größen erreichen, Kristalle von bis zu 10cm länge sind möglich. Eine weitere interessante Bildung sin sogenannte Fillialkristelle wie im Bild rechts gezeigt.


Cuprit

Cuprit/Jeanette

Cuprit / Jeanette

Das linke Bild zeigt ein winziges Cupritaggregat von der Grube Jeanette, aufgenommen bei ca.100 facher Vergrößerung. Um die Aggregate herum hat sich etwas Malachit gebildet. Mit viel Glück kann man diese Bildungen in Brocken mit Covellien finden. In dieser Vergesellschaftung - roter Cuprit und der rötlich erscheinende Covellin - wurde sie als Ziegelerz von den Alten bezeichnet. Allerdings waren diese Stücke größer…


Hämatit

Hämatit/Dachsbau

Hämatit / Dachsbau

Ein weiteres klassisches Oxyd im Taunus ist der Hämatit zu finden. Zahlreiche kleinste Tagelöhnerzechen gruben nach kleinen Eisenvererzungen. Einige dieser Vererzungen bildeten sich in Gesteinsspalten, in denen wässrige Lösungen Eisen ausschieden und dort verschiedene Eisenmineralien bildeten, wie den Hämatit.

Karbonate / Borate

Calcit

Dieses Mineral ist im südlichen Taunus selten, zum norden hin wird es häufiger. Hier kommt es entweder in den Diabasvorkommen wie Philippstein oder Altenkirchen vor, oder in den Erzvorkommen im nördlichen Taunus. Deren Entstehung ist eine andere als die der Quarzgänge im südosten des Taunus. In diesen ist alles durch Quarz ersetzt worden, sofern es dort mal Calcit gegeben hat.

Calcit von Stbr. Philippstein

Calcit / Philipsstein

Der Philippsteiner Bruch lieferte in der Vergangenheit viele schöne Calcite, von denen einige eine UV-Fluoreszenz zeigten. Kristalle bis in den cm-Bereich wurden berichtet. Der Calcit füllte hier Gänge im Diabas aus, und begleitete so ander Mineralien wie Quarz, Epidot oder Kupfererze.

Calcit von Stbr. Altenkirchen

Calcit / Altenkirchen

Ähnlich zu der Philippsteiner Situation zeigen sich die Calcite aus dem Altenkirchener Steinbruch. Dieser Steinbruch befindet sich in unmittelbarer Nähe zum vorgenannten, und zeigt eine vergleichbare Mineralisation, wie z.B. der links abgebildete Calcit-Doppelender. Auch er wird von einem Chalkopyrit begeitet.


Ankerit

Ankerit von der Langhecke

Ankerit / Langhecke

Dieses Eisen- Magnesiumkarbonat ist aus dem nördlichen Taunus bekannt, vornehmlich von der der Langhecke und der Grube Mehlbach. Von Langhecke sind Kristalle bis zur Größe von 5 Milimeter bekannt geworden. Wesentlich reicher waren die Funde von der Mehlbach, aber die Bilder werdennoch kommen.


Cerussit

Mit dem Pyromorphit kommen auch seine Begleiter vor, hier zum Beispiel der Cerussit. Er ist recht häufig, und aber Kristalle sind meistens klein und seltener im Vergleich zum Pyromorphit. Zudem kommt er auch als sogenanntes "Schwarzbleierz" vor, einer Mischung aus Galenit mit Cerussit. Dieses Schwarzbleierz war in der Geschichte ein begehrtes Bergbauobjekt, denn in ihm sind bestimmte Wertstoffe wie z.B. Silber angereichert.

Cerussit von der Langhecke Cerussit von der Langhecke

Alter Mann/Langhecke

Die Exemplare in der linken Bilderbox stammen von der Langhecke. Beide Cerussite sind direkt auf die Matrix aufgewachsen, der linke in Gesellschaft von einem Pyromorphit. Von deiser Fundtselle sind mir nur einige kleine Kristalle bekannt, obwohl er mir bei den Sammelausflügen als sehr häufig vorkam. Allerdings ist das Material derart spröde, das nur wenige Kristalle "überlebten".

Cerussit von der Vereinigung

Vereinigung/Eisenbach

Das rechte Exemplar stammt von der Grube Vereinigung bei Eisenbach, und wird von Schwarzbleierz - bzw. verwitterten Galenit - umgeben. Kristalle in der Größe sind im Taunus nicht häfig, vor allem auf den zig-mal abgesuchten Halden.

Cerussit von der jeanette Cerussit von der jeanette
Cerussit von der jeanette Cerussit von der jeanette

Jeanette/Kransberg

Von der Grube Jeanette stammen die Exemplare auf der linken Seite. Sie zeigen den dort typischerweise vorkommenden Cerussit inmitten von Schwarzbleierz. In verwitterten Galenitwürfel, in denen sich dies gebildet hat, können in Hohlräumen Cerussitkritalle entstehen, die aber (leider) sehr spröde sind. Findet man sie, so kann man den einen oder anderen schönen Kristall bergen{;)


Schwarzbleierz

Es ist zwar kein "offizielles" Mineral, aber dieses Gemisch aus Galenit und Cerussit ist im Taunus sehr häufig. Das es, wie oben angesprochen, Edelmetalle wie z.B. Silber anreichert, war er in der Vergangenheit ein Wertvolles Ziel der Bergbautätigkeit. Allerdings haben die "Alten" einiges übersehen und auf die Halden geworfen.

Schwarzbleierz von der Vereinigung Schwarzbleierz von der Vereinigung
Schwarzbleierz mit Cerussit von der Vereinigung

Vereinigung/Eisenbach

Das Schwarzbleierz im Bild rechst stammt von der Grube Vereinigung bei Eisenbach / Bad Camberg. Genauer kann man hier einen zersetzten Bleiglanzwürfel sehen, der weitgehend in Cerussit übergegangen ist. Das rechts außen stehende Bild zeigt eine Vergrößerung des "Schwarzbleierzwürfels". Besitzer und Finder ist M.Schur.

In der zweiten Bildzeile ist eine interessantes Stück von Hr. Claus Wunderle abgebildet. Ein Cerussitkristall, welcher in einem Gängchen mit Schwarzbleierz gewachsen ist. Dieser Cerussitkriställchen zeigt die typische lang prismatische Form des Cerussites mit seiner charakteristischen Steifung. Groß ist er ca 2mm.

Cerussit von der jeanette

Jeanette

Ebenso kann man das Schwarzbleierz auf den Halden der Grube Jeanette finden. Auf der linken Seite ein Beispiel von daher, Ich hoffe man kann auf dem Foto erahnen, das es eine Art Ring von Cerussit das Schwarzbleierz umgibt.


Azurit

Mit dem Azurit kommt eines der bemerkenswertesten Verwitterungsminerale der primären Kupfererze im Taunus vor. Eigentlich ist er sehr selten, so sind Funde nur von einigen Fundstellen bekannt, wesentlich häufiger ist der Malachit

Azurit von der Philippseck Azurit von der Philippseck

Azurit / Philippseck

Die ehemalige Grube Philippseck ist einer der bemerkenswerten Fundorte für Azurit im Taunus. Von hier stammen einige der schönsten Funde. Leider sind die Halden nicht mehr zugänglich, entweder sie sind ein Vogelschutzgebiet oder profanes Feld. Von Sammelausflügen kann nur abgeraten werden!

Azurit von der Philippseck

Azurit / Mehlbach

Ein weiterer Fundpunkt für Azurit war das alte Bergwerk Mehlbach. Kristalle waren selten. Funde sind heutzutage ob der schwer zugänglichen und abgesuchten Halden nicht mehr möglich. Das rechts abgebildete Exemplar wurde mir freundlicherweise von Désirée Lorenz zur Verfügung gestellt.


Malachit

Als für Taunusverhältnisse seltenes Sekundärmineral kommet der Malachit im Taunus vor.

Malachit/Jeanette bei Kransberg

Jeanette/Kransberg

Hier haben wir einen wirklich spektakulären Malachit von der Jeanette. In dieser Größe ist er wirklich selten Der Fund stammt aus den frühen 80ern und gelang Hr. Claus Wunderle, dem das Stück auch gehört und freundlicherweise das Bild zur Verfügung stellte.

Sulfate

Baryt

Der Baryt ist im Süden des Taunus sehr selten, er wurde mit der Bildung der Quarzgänge vollständig von diesem ersetzt. Hin und wieder lassen sich einige Pseudomorphosen von Quarz nach Baryt finden . Sobald ich ein Bild habe, werde ich's hier zeigen.


Linarit

Als Linarit findet sich ein Sekundärmineral der sulfidischen Blei- und Kupfererze im Taunus. Er ist selten und meist nur in Anflügen oder in winzigen Kriställchen ausgebildet.

Linarit, von der Jeantte Linarit, von der Jeantte (Vergrößerung)

Linarit / Jeanette

Das Linke Bild zeigt einen recht beachtlichen Linaritrasen der von der alten Grube Jeanette stammt. Ein recht großes Stück, mit beachtlichen Kriställchen, das schon vor einiger Zeit (ca.1980) von C.Wunderle gefunden wurde. Er bot mir freundlicherweise die Möglichkeit ihn zu fotografieren.

Linarit, Vereinigung bei Eisenbach Linarit, Vereinigung bei Eisenbach(Vergrößerung)

Linarit / Vereinigung

Das rechte Exemplar stammt von der alten Grube Vereinigung, bei Eisenbach Funddatum ist in den späteren 1980ern. Hir bildet der Linarit faserige Anflüge auf Matrix. Gefunden wurde es vom Michael Schur, in dessen Sammlung es sich auch befindet.


Jarosit

Jarosit von der Grube Mark/Essershausen

Jarosit / Gr.Mark

Von der Grube Mark sind eine Vielzahl von Eisen/ Mangansekundärmineralien bekannt, unter anderem auch der farbenprächtige Jarosit. Er bildet hier kleine, meist kugelförmige Aggregate, wie hier im Bild in Beraunit eingewachsen.


Wulfenit

Wulfenit von der Langhecke

Wulfenit / Langhecke

Es gibt Ihn, den Wulfenit aus dem Taunus! Wir (M.Schur und ich) haben ihn Ende der 1990er selber auf der Langhecke gefunden. Leider ist das Material dort sehr verwittert, so dass die Mineralien sehr leicht von der Matrix abfallen -- Leider hat sich auch mein Wulfenit von der Matrix gelöst, aber trotzdem -- was da ist, ist erstmal da!.

Phosphate / Molybdate

Pyromorphit

Der Pyromorphit ist eines der häufigsten Mineralien auf den Halden der alten Bergwerke - dies liegt vor allem daran, das er damals in der Betriebsperiode schwierig bzw. gar nicht zu verhütten war.

Pyromorphit von Bad Ems Pyromorphit von Bad Ems
Pyromorphit von Merkur Pyromorphit von Merkur

Umgebung Bad Ems

So gelangten die Pyromorphite aus der Gegend um Bad Ems zu sagenhaften Ruhm ob ihrer Farbe und Form, von hier stammen bauchige Exemplare welche "Emser Tönnchen" genannt werden. Leider habe ich noch kein Bild eines echten Emser Tönnchens, aber das mag noch kommen. Eine bekannter Fundorte ist das Bergwerk Friedrichssegen, auf dessen Halden heute noch sehr bescheidene Funde mit körperlicher Arbeit möglich sind. Typisch für diesen Ort sind grau-bräunliche Pyromorphite, welche Garbe bilden; aus der aktiven Zeit sind faustgroße Kristallgruppen gefunden worden, die auf den Halden nicht mehr da sind Viele der ehemaligen Bergwerke wie die "Merkur" oder die "Apollo" sind heute längst überbaut oder rekultiviert und somit Vergangenheit.

Pyromorphit vom Alten Mann Pyromorphithandstäck vom Alten Mann

Alter Mann / Langhecke

Etwas weiter südöstlich schließt sich das Bergbaugebiet von Langhecke und Laubuseschbach an. Vom Alten Mann bei Langhecke sind kleine Pyromorphite bekannt, die leider recht lose auf der Matrix sitzen. Das hier abgebildete Exemplar ist recht klein, ca 2x2cm. Es stammt aus der Sammlung von M.Schur. Bekannter ist diese Fundstelle eher für die sehr seltenen Taunuswulfenite, siehe unten!

Pyromorphit/Eisenbach Pyromorphit/Eisenbach
Pyromorphit/Eisenbach Pyromorphit/Eisenbach

Vereinigung/Eisenbach

Im Osten des Taunus liegt die ehemaliger Grube Vereinigung bei Eisenbach. Von dort stammen Kristalle in verschiedenen grüntönen, von gunkelgrün bis zu gelbgrün, teilweise sogar durchsichtig. M.Schur gelang hier Mitte der 1980er ein sehr schöner Fund eines durchsichtigen "Tiger-Pyromorphites" (rechts unten in der Bildbox). Ebenso ist er in brauner Farbe gefunden worden. Der Pyromorphit kommt hier in Kristallen bis in zentimetergröße vor, kann aber auch schmale Klüfte ausfüllen.

Pyromorphit/Hexentisch Pyromorphit/Hexentisch
Pyromorphit/Hexentisch Pyromorphit/Hexentisch

Emilie II / Altweilnau

Diese Pyromorphite links stammen von der Hextentisch bei Altenmitlau im Weiltal. Der linke obere (das schmale Bild) ist ein Eigenfund, den ich ca. 1992 gemacht habe. Den anderen rechts daneben habe ich zugegebenermaßen selber gekauft{;)
Die Pyromorphite von hier sind grün, und in der Regel kleiner als von der Jeanette. Allerdings ließen sich in frühern Zeiten durchaus große Stufen finden, allerdings auch mit recht kleine Kristallen, sie der Vergrößerung rechts unten im Bildkasten. Die Vergesellschaftung ist Ähnlich wie oben.

Pyromorphit von der Jeanette Pyromorphit von der Jeanette
Pyromorphit von der Jeanette Pyromorphit von der Jeanette

Jeanette/Kransberg

Nicht weniger spektakulär sind unter Sammlerkreisen die Pyromorphite der Jeanette bekannt. Von hier stammen intensiv grüne Stufen mit manchmal zentimetergroßen Kristallen. Der Habitus ist hier meist schlicht, das hexagonale Prisma mit Basisfläche; selten sind bauchige Individuen zu finden. Ganz selten wird von Blaubleierzfunden berichtet. Die abgebildeten Funde sind alle Eigenfunde von uns.
Die Kristalle kommen angewachsen an z.B. an Harnischflächen oder in Quarzdrusen aus dem Gangbereich vor. Vergesellschaftet ist er oft mit Quarz, Cerussit und seltener mit Galenit.

Nun, heute sind solche Funde natürlich nicht mehr zu machen.

Pyromorphit von der Wundertshecke
Pyromorphit / Wundertshecke Pyromorphit / Wundertshecke

Wundertshecke/Friedrichsthal

Ein weiterer "klassischer" Fundpunkt in der Usinger Gegend sind die Halden der Wundertshecke, die in der Nähe von Friedrichsthal liegen. Von hier stammen kleine Pyromorphite, die hellgrün gefärbt sind. Größere Kristalle als 2 bis 3 Millimeter sind mir nicht bekannt.
Die abgebildete Stufe links oben in der Bildbox ist eines meiner Ersten Funde, ca.1980er. Die anderen sind Funde neueren Datums. Die unteren Bilder stammen von einer Stufe die ca.3cm breit ist, und sehr kleine Kristalle im Millimeterbereich zeigt.

Pyromorphit von der St.Hubertus

St.Hubertus

Wieder in der Usinger Gegend liegt die St.Hubertus; einem sehr kleinen Vorkommen. Von hir ist uns sehr wenig Material bekannt, meisst nur kleine grüne Kristalle. Als Seltenheit wird sogar von braunen Emser Tönnchen berichtet.


Plumbogummit

Plumbogummit von Selters

Plumbogummit / Selters

Verwittert ein Pyromorphit, so kann daraus ein Plumbogummit entstehen. Interessanterweise stammt nun das rechts abgebildete Exemplar aus der Gegend von Selters, in dessen weiteren Umgebung sich auch das ehemalige Bergwerk Vereinigung bei Eisenbach befindet.


Segnitit

Segnitit/Vockenhausen

Segnitit / Vockenhausen

Als eine sehr seltene und interessante Bildung ist der Segnetit. Er hat sich aus den im Taunus häufig zu findenden Bleimineralien und Arsen gebildet, und wurde bis jetzt in Spuren in einem Quarzgang bei Vockenhausen gefunden. Viel gab es nicht, und die Fundstelle ist auch durch ein Altenheim überbaut, also gibt es keine Fundaussichten mehr.


Corkit

Plumbogummit von Selters

Corkit / Eisenbach

Als weiters Blei- und Eisenverwitterungsmineral findet sich der Corkit im Taunus. Die Kristalle sind typischerweise kleiner als ein Millimeter, so ist ein Mikroskop zum betrachten an fotografieren unerlässlich. Das rechts abgebildete Exemplar stammt von der Grube Vereinigung bei Eisenbach.


Pseudomalachit

Pseudomalachit von der Silbergaut Pseudomalachit von der Silbergaut Pseudomalachit von der Silbergaut

Pseudomalachit / Silbergaut

An einigen Stellen im Taunus fand sich ein seltenes Kupferphosphat, der Pseudomalachit. Er bildet hier kleine Krusten, welches sich an dem umgebenden Gestein der Erzgänge fand. Einer der weinigen Fundorte ist die kaum noch vorhandene Silbergaut oder die ehemalige Grube Mark.

Das ebenso in der Literatur erwähnte Analogon, der Reichenbachit, haben wir bis jetzt noch nicht gefunden, auch auf Börsen nicht {;).


Florencit-(Ce) & Lithiophorit

Florencit Florencit

Florencit auf Lithiophorit

Lithiophorit

Lithiophorit

Aus einem kleinen aufgegebenen Steinbruch bei Lenzhahn (nähe Idstein) stammen zwei seltene Spezies: Florencit(Ce) und Lithiophorit. Das Erste ist ein Seltenerdenmineral, das Zweite enthält Lithium als einer der Hauptkomponenten. Zusätzlich zu dieser interessanten Paarung kommt die kontrastreiche Färbung: der Florencit ist kräftig gelb-orange und sitzt auf auf den tiefschwarzen Lithiophorit. In der oberen Bilderzeile befinden sich Bilder mit beiden Mineralien, das linke Bild wurde mir freundlicherweise von Dr. Olaf Häusler zur Verfügung gestellt.
Die untere Zeile zeigt einen prächtigen Lithiophorit aus der Sammlung M.Schur.


Kakoxen

Kakoxen von Grube Mark Kakoxen von Grube Mark

Kakoxen / Gr.Mark

Neben den klassischen und gut bekannten Bleibergwerken gibt es im Taunus zahlreiche kleine bis sehr kleine Eisen und Manganbergbaue, die heute fast nicht mehr aufzufinden sind. Hier fanden sich eine Anzahl von Phosphatmineralien, von denen einige wie der Kakoxen eine recht bemerkenswerte Erscheinung ist. Die hier abgebildeten Exemplare stammen von der Grube Mark im nördlichen Taunus bei Weilburg.


Beraunit

Beraunit von Grube Mark Beraunit von Grube Mark

Beraunit / Gr.Mark

Ein weiteres Mineral aus diesen Eisen- und Manganbergbauen ist der Beraunit, der in recht beachtlichen Mengen auftreten kann. Bildet er Kristalle, formen sich auch typische lattenförmige Aggregate, die typischerweise im milimeterbereich sind und sich in Zwickeln des Gesteines gebildet haben. Ein Typischer Fundort im Taunus ist die Grube Mark. Von hier stammen recht beachtliche Funde!


Wavellit

Wavellit von Grube Mark

Wavellit / Gr.Mark

Ein weiteres Phosphat aus dem Taunus, das sehr schöne helle Kristallaggregate bildet. Der abgebildete Wavelit stammt von der Grube Mark bei Essershausen.


Türkis

Türkis / Grube Mark

Türkis / Gr.Mark

Türkis gibts eben nicht nur in Arizona, sondern auch in den Taunus Mountains! Ein kleiner Fundpunkt im nördlichen Teil, in der Nähe von Weilbug, die Grube Mark lieferte einige Funde dieses farbenprächtigen Minerales. Es bildet hier kleien traubige Aggregate, die gerne von anderen Mineralien wie z.B. dem Wavellit wie hier auf der Abbildung.

Silikate

Albit

Albit / Ruppbachtal

Albit / Ruppbachtal

(hui mein erstes silkatbild) Natürlioch gibt es einige Silikatmineralien,

kommt noch... z.b. Albit(VIII/J.07-020) / Stilpnomelan(VIII/H.17-40)