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Grube Wundertshecke

geog.Koordinaten (WGS84)

Bruch: φ = 50°20,707′N, λ =8°37,416′E

Karte TK5516; Rechts-/Hochwert: 73,30/78,8

Lage

Die Halden liegen ca. 500 Meter NW Friedrichsthal im Wald. Sie sind am einfachsten über den am Waldrand entlang führenden Weg zu erreichen. Kurz hinter der Weggabelung lassen sich einige Pingen und Halden ausmachen; irgendeine «Pinge» muß dabei einer der Schächte des ehemaligen Bergwerkes sein, die nur unzureichend gesichert sein soll!

Geschichte

Um 1859 erster Schurf auf dem Erzgang, unter dessen eisernen Hut in ca. 25m Teufe. Dabei wurde silberhaltiges Bleierz gefunden. Der Abbau erfolge mit zwei Schächten von 1860 bis 1862. Um 1890 wurde die Grube wieder aufgewältigt, doch Wasserhaltungsprobleme und vertaubende Erzgänge führten zu einem Abbruch der Arbeiten.

Fördermengen sind nicht bekannt

Geologie

Baut den gleichen Gang ab wie die Grube Anna.

Zutrittsgenehmigung

Mir ist nicht bekannt, ob sich das Gelände noch in Privathand befindet, oder der Gemeinde gehört. Auf alle Fälle sollte beim Suchen kein Waldschaden angerichtet werden.

Mineralien

Cerussit Fahlerz Galenit
Mimetesit Pyrit Pyromorphit

Mineralienbeschreibungen

Galenit ( PbS / II/C.15-40 )
Galenit von der Wundertshecke Galenit von der Wundertshecke
Meist derbe Klumpen, welche in Quarz eingewachsen sind. Manchmal kann man hier noch eingewachsene Würfel erkennen. Frei Kristalle habe ich nie gefunden und sind mir auch wie von der Jeanette nicht bekannt geworden.
Pyromorphit ( Pb5(PO4)3Cl / VII/B.39-150 )
Pyromorphit / Wundertshecke

Der Pyromorphit ist eines der häufigeren Minerale auf den Halden, ist aber bei weitem nicht so spektakulär wie bei der Jeanette. Das Stück auf der Linke Seite ist übrigens eines meiner Ersten Funde von hier!

Pyromorphit / Wundertshecke Pyromorphit / Wundertshecke

Die Kristalle zeigen sich oft als kleine hellgrüne Prismen oder sehr dünne Büschel, die selten über einige Millimeter Größe hinauskommen.

Fundaussichten

Auf den Halden konnte ich ( ca. 1988 ) mit etwas Glück einige kleine Pyromorphit - Stüfchen finden, Galenit habe ich nur eingewachsen im Gestein ( Quarz ) gefunden, Cerussit nur als Verwitterungsbelag des Bleiglanzes, nachgewiesen anhand der Fluoreszenz des Cerussites.

Literatur

[schaefer1]
R. Schaeffer, "Mineralgänge und ehemaliger Erzbergbau im östlichen Taunus"
Aufschluss    23, 1972 S. 20--25
[schaefer2]
R. Schaeffer, "Untersuchungen an hydrothermalen Erzgängen im östlichen Taunus"
Wettbewerb Jugend forscht 1969
[slotta]
Dr. Rainer Slotta, "Technische Denkmäler in der Bundesrepublik Deutschland 4 Der Metallerzbergbau Teil I" S.390
Deutsches Bergbau-Museum    Bochum 1983
[weiss]
S. Weiß, "Mineralfundstellen Atlas Deutschland West" Nr.481
C.Weise Verlag    , München 1990
[wilke]
Hans - Jürgen Wilke, "Mineral-Fundstellen in Hessen" S.142ff
C.Weise Verlag    , München 1981. (DER Klassiker!)

Letzte Änderung: 2009-05-13 20:58:10

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