geog.Koordinaten (WGS84)
Halde: φ = 50°23.106′N, λ = 8°37,115′E
Das Bergwerksgelände befindet sich zwischen den Ortschaften Wiesenthal und Münster. Hier sind noch einige kleine Halden eines der bedeutendsten Betriebe im Usinger Raum erhalten geblieben, als Vogelschutzgebiet. Also ist Sammeln dort verboten, siehe Photographie unten in der Galerie!
Die Geschichte reicht zurück in das Mittelalter, um 1459
wir das erste mal ein umfangreicher Betrieb erwähnt. Dieser war mit
Unterbrechungen bis ca. 1860 in Betrieb. Im Zeitraum von 1908 bis 1923
fand ein letzter Bergbauversuch statt, aber Wasserhaltungsprobleme
brachten das Aus.
Bemerkenswert an diesem Vorkommen waren die hohen Silbergehalte
der Erze sowie das Vorkommen von Gold. Zudem ist es das Erste
Hessische Bergwerk, von dem 1719 ein Grubenbild erstellt wurde.
Hier wurde ein Ost-Südost streichender Gang abgebaut, in der Literatur wird er auch als "Gang Philippsseck" bezeichnet. Ein Fallen ist nicht mehr bekannt, aber es wird eine Mächtigkeit der Erzführung von 70 bis 90 cm berichtet. Eines seiner großen Unterschiede zu den anderen Nord-Nordwestlich streichenden Gängen ist sein hoher Gehalt an Chalkopyrit sowie sein an Gold und Antimon.
| Azurit | Cerussit | Chalkopyrit |
| Fahlerz | Galenit | Gold |
| Malachit | Pyrit | Pyromorphit |
Mit dem ebenso farbintensiven Malachit eines der markanten Mineralien von hier. Er bildet Anflüge bzw. rasenartige Gruppen kleiner Kristalle auf dem grauen Muttergestein. Historisch sind Kristallgrößen bis zu 5mm bekannt geworden. Manchmal in Gesellschaft mit Pyromorphit oder Malachit.
Die Halden sind mittlerweile ein Vogelschutzgebiet, also kann man hier nicht mehr sammeln. Sie sind außerdem recht taub, und 1974 wurde ein großer Teil für Wegebauarbeiten abgefahren [ Ded1 ]. Aber es lohnt sich die Felder rings herum zu betrachten, hier kommt ab und zu mal ein kleiner Azurit heraus.
Klar ist, das auf den Feldern kein Flurschaden angerichtet werden darf, dem Bauern die Saat weder niedergetreten noch Löcher im Feld gegraben werden dürfen; auch das Vogelschutzgebiet ist zu respektieren. Als Mineraliensammler ist man schließlich Naturfreund!
Letzte Änderung: 2009-05-13 20:58:10
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