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Langhecke (Alter Mann)

geog.Koordinaten (WGS84)

Halde: φ = 50°23.044′N, λ = 8°17.566′E

Lage

Der Ort liegt an der nördlichen Grenze des Taunus, kurz vor der Lahn zwischen Aumenau und Laubuseschbach. Das sehr umfangreiche Bergwerksgebiet beginnt dabei schon am südöstlichenlichen Ortsende mit der Straße "Am Zechenhaus". Dort kann man noch einige ehemaligen Betriebsgebäude erkennen. Entlang eines Geländeeinschnitt zieht sich dann das Bergbwerklgelände südöstlich den Berghang hinauf. Dabei kann man zahlreiche Halden, Pingen und einige Fundamente von weiteren Betriebsgebäuden und mindesten einem Schacht (David-Schacht) finden. Hier befindet sich auch eine der großen, bekannten Halden.

Mit dem Auto kann kann man am elegantesten das Gelände vom Friedhof Langhecke aus erreichen, wenn man dort parkt und Waldweg bergauf läuft. An diesem stößt man auf die Halde vom David-Schacht, etwas weiter folgt eine Abzweigung vom Weg nach rechts zu einem Grillplatz direkt hinter der Hlade vom David-Schacht. Weiter dem alten weg geradeaus follgen einige alte Fundamente.

In dieser wildreichen und vor allem florareichen Gegend muß man sehr aufpassen das man sich hier nicht verläuft und nichts übersieht!

Geschichte

Die Geschichte dieses Revieres langt sher weit zurück. Details muss ich in der Literaur nachlesen.

Bilder und Impressionen

Das Fundament eines Gebäudes im Grubengebiet

Das Fundament eines Gebäudes im Grubengebiet

Die stark überwachsene Halde am Davidschacht

Die stark überwachsene Halde am Davidschacht

An der Halde kann man steilen Weg auf aufwärts erkennen

An der Halde kann man steilen Weg auf aufwärts erkennen

Situation oben auf der Halde

Situation oben auf der Halde

Panorama vom alten Tagebau

Panorama vom alten Tagebau

Mineralien

Anglesit Ankerit Aurichalcit
Azurit Calcit Cerussit
Chalkopyrit Corkit Erythrin
Galenit Gersdorffit Hämatit
Limonit Malachit Mennige
Mimetesit Morenosit Proustit
Pyrargyrit Pyrit Pyromorphit
Quarz Sphalerit Tetraedrit
Tirolit Wulfenit . / .

Mineralienbeschreibungen

Ankerit ( Ca(Fe2+,Mg,Mn2+)(CO3)2 / V/B.03-20 )
Ankerit vom Alten Mann/Langhecke
Auf der Halde vom Alten Mann finden sich zuweilen einige kleine Brocken dieses Minerales. Es hat dabei die typischen gebogenen Kristallformen. Der Abgebildete Fund stammt aus den 1980ern, heute wird's wohl sportlich so etwas zu finden.
Calcit ( CaCO3 / V/B.02-20 )
Auf der Halde am David-Schacht kann man mit viel Glück spatförmige Kristalle bis in den Bereich von 5mm finden. Sie sind in der Regel weiß und undurchsichtig. Manchmal werden sie von Quarz und primären Erzen wie Fahlerz begleitet.
Cerussit ( PbCO3 / V/B.04-40 )
Cerussit vom Alten Mann/Langhecke Cerussit vom Alten Mann/Langhecke
Im Tagebau an im Verhältnis recht häufig anzutreffen, aber extrem spröde. Er bildet hier kleine Kriställchen in Hohlräumen des umgebenden Gesteins. In seltenen Fällen können ganze Kluftflächen ausgekleidet werden (siehe rechtes Bild). Auf der Halde des Alten Mannes ist er selten zu finden.
Galenit ( PbS / II/C.15-40 )
Galenit vom Alten Mann/Langhecke Galenit vom Alten Mann/Langhecke
Primärerze sind selten im Tagebau zu finden, diese sind auf der Halde am Davidschacht zu finden, in der Regel in kleinen quarzigen Buzen. Hin und wieder zeigen sich auch Kristalle, aber die sind sehr selten. Die auf der rechten Hälfte abgebildete Stufe stammt aus einem historischen Fund.
Pyrargyrit ( Ag3SbS3 / II/E.07-20 )
Nur auf der Halde des »alten Mannes« zu finden. Und dort auch nur in Steinen mit der Zusammensetzung Fahlerz/Quarz/Galenit, die auch schon sehr selten sind.
Pyromorphit ( Pb5(PO4)3Cl / VII/B.39-150 )
Pyromorphit vom Alten Mann/Langhecke

Kommt vor allem im Tagbeau vor, auf der Halde ist er mir seltener in Erinnerung. Dabei zeigt er in der Regel kleine grüne Prismen.

Wulfenit ( Pb[MoO4] / VI/G.01-30 )
kleine orange - rote Täfelchen. Leider sind die Kristalle extrem empfindlich und brechen leicht von der Matrix herunter. Natürlich ist er sehr selten.

Fundaussichten

Übel. Es war schon schwer genug, die eigentliche Fundstelle zu finden. Die Halde des »alten Mannes« ist teilweise abgefahren, und enthält meist taubes Gestein. Lediglich an der oberen Kannte ist etwas Erz zu finden. Der Tagebau  bzw. Pinge ist mit alten Holzstämmen verfüllt und zudem nur schwer im Gelände auszumachen.

Literatur

[slotta]
Dr. Rainer Slotta, "Technische Denkmäler in der Bundesrepublik Deutschland 4 Der Metallerzbergbau Teil I" S.380ff
Deutsches Bergbau-Museum    Bochum 1983
[wilke]
Hans - Jürgen Wilke, "Mineral-Fundstellen in Hessen" S.136ff
C.Weise Verlag    , München 1981. (DER Klassiker!)

Letzte Änderung: 2009-05-13 20:58:10

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