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Grube Emilie II (Hexentisch)

geog.Koordinaten (WGS84)

Halde: φ = 50°18,3887′N, λ = 8°25,006′E

Lage

Das Haldengebiet befindet sich innerhalb einer Schleife eines Wanderweges - man sammelt also unter Aufsicht. Dieser Weg kann auch als Anmarsch - Route benutzt werden, wenn man sein Auto in der Ortschaft »Riedelbach« parkt. Eine weitere Parkmöglichkeit besteht an der B275 bei dem Abzweig nach Neuweilenau. Dort beginnt ein ( geteerter ) Waldweg. Hier muss man allerdings einen recht steilen Weg benutzen.

Geschichte

Die ersten Erwähnungen stammen aus dem September 1869, und im Jahre 1870 wird eine Gewerkschaft mit Namen "Concordia" Eigentümer des Bergwerkes. Möglicherweise bestand vor dieser Zeit schon ein Bergbau. Im Zeitraum 1900 bis 1902 wechselte das Bergwerk mehrmals den Besitzer, wobei zwischenzeitlich ein ca. 10 Meter tiefer Schacht angelegt wurde. Allerdings wurde um 1902 der Betrieb wegen Zahlungsunfähigkeit eingestellt, 1914 dann endgültig geschlossen.

Geologie

Ziel des Abbaues war ein nach [ geo2 ] Südwest bis westlich streichender (Taunus-)Quarzgang. Ein Teil dieses Ganges kann als Klippe am südlichen Ende des Grubenberreiches im Gelände ausgemacht werden, wie in der Galerie abgebildet.

Bilder und Impressionen

Der Waldweg, der um die Halden herumführt, diese liegt linker Hand

Der Waldweg, der um die Halden herumführt, diese liegt linker Hand

Blick auf das Haldengebiet von der Wolfsküppel

Blick auf das Haldengebiet von der Wolfsküppel

Eine Klippe im Umfeld, ein Teil des Quarzgangs

Eine Klippe im Umfeld, ein Teil des Quarzgangs

Mineralien

Cerussit Galenit Malachit
Pyromorphit Quarz . / .

Mineralienbeschreibungen

Galenit ( PbS / II/C.15-40 )
Dieses Mineral wird als Primärerz genannt, und wurde laut Literatur als derbe Gangfüllung gefunden. Funde sind mir soweit nicht bekannt..
Malachit ( Cu2(CO3)(OH)2 / V/C.01-20 )
Dieses Kupferkarbonat kann man als große Rarität in den Halden finden. So konnte ich Anfang der 90er Jahre einen kleinen Beleg finden.
Pyromorphit ( Pb5(PO4)3Cl / VII/B.39-150 )
Pyromorphit / Hexentisch Pyromorphit / Hexentisch
Pyromorphit / Hexentisch Pyromorphit / Hexentisch

Die Kristalle bleiben in der Größe deutlich hinter denen der Jeanette zurück. Sie bleiben meißt bei einigen Millimetern Länge und sind hellgrün bis tiefgrün gefärbt. Während der 60er Jahre gelangen noch gute Funde, wie in der zweiten Bilderzeile zu sehen. Heute hingegen sind nur noch Belegfunde möglich.

Fundaussichten

Letzte Besuche ca.1990 und 2007; seitdem nie wieder richtig dagewesen. Die Halden machen einen sehr abgesuchten Eindruck, es finden sich Trichter mit bis zu 3 Metern Tiefe.

Ein weiterer Besuch im Jahre 2007 bestätigte den Eindruck. Die Halden zeigen kaum Spuren aktiver Sammeltätigkeit, aber es ist auch kaum etwas zu finden. Die "guten" Funde stammen alle aus den 1960 bis 1970ern.

Literatur

[geo2]
Günter Sterrmann, "Der Bergbau von Altweilnau und Umgebung (B8)"
Geologischer Arbeitskreis der VHS Bad Homburg   
[schaefer2]
R. Schaeffer, "Untersuchungen an hydrothermalen Erzgängen im östlichen Taunus"
Wettbewerb Jugend forscht 1969
[weiss]
S. Weiß, "Mineralfundstellen Atlas Deutschland West" Nr.556
C.Weise Verlag    , München 1990
[wilke]
Hans - Jürgen Wilke, "Mineral-Fundstellen in Hessen" S.138
C.Weise Verlag    , München 1981. (DER Klassiker!)

Letzte Änderung: 2009-05-13 20:58:10

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