geog.Koordinaten (WGS84)
Halde: φ = 50°21,332′N, λ = 8°37,291′E
Karte TK5516;
Eine Flache Halde ist im Wald zwischen Ziegenberg und Friedrichstahl zu finden. Diese liegt recht nahe eines Waldweges, der die beiden Orte verbindet, ungefähr auf der Hälfte des Weges. Überreste des Stollens oder eines Schachtes haben wir nicht gefunden.
Um das Jahr 1896 wurden in der Nachbarschaft des Grubenfeldes "Anna" Galenitrollstücke (bis 500 Kg!) bei Waldarbeiten gefunden, die sich in einem Sattel verteilten. Dies führte zur Mutung des Bergwerkes St.Hubertus mit einem Schacht, der laut Literatur 10 Meter Teufe erreicht haben soll[ schaefer2 ]. Die Arbeiten wurden aber sehr bald auf Betreiben des Grundstücksbesitzers eingestellt, das dieser seine Jagt beeinträchtigt sah.
Während der Abbauphase wurden keine Kupfererze abgebaut.
Betriebsperiode:1901 bis 1902;
(est)Fördermenge: 165 t Erz, mit ca. 78%Pb und 22g/t Ag
Dieser ehemaliger Bergbau wird oft als Seifenlagerstädte bezeichnet. Allerdings hat der oben erwähnte Schacht eine Quarzgang erreicht, der eine 10 bis 20 Zentimeter starke Galenitvererzung zeigte. Das Streichen wird mit ostsüdöstlich bis ostwestlich (Holzberggang) angegeben.[ schaefer2 ].
Bemerkenswert ist hier die Nennung vom Kassiterit als Spuren im Primären Bleierz, was sich aber heute wohl nicht mehr Nachprüfen lässt.
Das Gelände soll sich in Privatbesitz befinden; noch in den 1980ern war das Gelände eingezäunt. Der Besitzer ist zudem Jäger und achtet auf Einhaltung der Waldruhe. Nun ja, Sammler sind ja von Natur aus Naturfreunde, aber der Besitzer soll hier spezielle Aversionen haben. Interessanterweise ist der Bergbau ja schon von dem Vorbesitzer im Jahre 1902 eingestellt worden, um die Hirschjagd nicht zu stören..
| Cerussit | Chalkopyrit | Corkit |
| Galenit | Malachit | Pyrit |
| Pyromorphit | Tennantit | . / . |
Von den ehemals 500 Kg schweren Rollstücken ist natürlich nichts mehr zu finden; Mit etwas Aufmerksamkeit ist es möglich einige Galenitbelege auflesen, die aber deutlich kleiner als einige Zentimeter sind.
Kommt hier sowohl in grünen als auch in braunen Kristallen vor. Laut [ schaefer2 ] soll er während des Betriebes im anstehenden wie der Cerussit schöne Drusen gebildet haben.
Bei einem sehr kurzen Besuch im Sommer 2002 ließen sich einige Belegstücke von Pyromorphit und Cerussit auflesen. Wie "fündig" die Halden sind, weiß ich nicht. Viel kann auch deswegen nicht erwartet werden, da das Grubenfeld nur einige wenige Jahre in Betrieb war.
Im Jahre 2007 stellt sich die Situation ähnlich dar. Die Halde ist stark überwachsen und schwer im Gelände auszumachen. Von größeren Aktionen kann aufgrund der Besitzverhältnisse nur abgeraten werden.
Letzte Änderung: 2009-05-13 20:58:10
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