Grube Mark bei Essershausen
geog.Koordinaten (WGS84)
Halde: φ = 50°26,693′N, λ = 8°19,310′E
Lage
Im Gebiet zwischen Esserhausen und Aulenhausen lassen sich zahlreiche ehemalige und stark überwachsene Tagebaue im Gelände auffinden. In der Tat ist in diesem Gebiet von zahlreichen Gruben, meist im Tagebau nach Eisenerz geschürft worden. Eine dieser zahlreichen Gruben war die Grube Mark, welche ungefähr auf halben Wege zwischen Essershausen und Aulenhausen liegt. Der Betrieb begann 1828 und dauerte bis 1914, dessen Ziel oxidierte Fe-Karbonate waren.
Heute sind nur noch spärliche Halden des Bergbaus übrig, die in einem Wald sind.
Geologie
Es wurden oxidierte karbonatische Eisenerze abgebaut, welche sich in devonischen
Kalken durch metasomatische Vorgänge gebildet haben. Quelle war wohl Eisen
das aus tertiären Sedimenten stammt, das diese Kalke überlagert.
Bilder und Impressionen

Wald und kleine Vertiefung an der Grube Mark

Ein großer Graben, wohl Teil des ehemaligen Tagebaus

Kleine Halden im Grubengebiet der Grube Mark
Mineralien
| Allanpringit |
Beraunit |
Chalkosiderit |
| Dufrenit |
Hämatit |
Jarosit |
| Kakoxen |
Kidwellit |
Kryptomelan |
| Limonit |
Natrodufrenit |
Phosphosiderit |
| Planerit |
Pseudomalachit |
Pyrolusit |
| Quarz |
Rockbridgeit |
Siderit |
| Strengit |
Türkis |
Tinticit |
| Vantasselit |
Wavellit |
. / . |
Mineralienbeschreibungen
- Allanpringit ( Fe3+3[(OH)3|(PO4)2] * 5H2O / VII/D.11-107 )
- Die Grube Mark ist Typlokalität für dieses seltene Fe-Phosphat.
- Beraunit ( Fe2+Fe3+5[(OH)5|(PO4)4] * 4H2O / VII/D.11-70 )
-
Dieses Mineral kann hier recht interessante Formen annehmen, von lammelenartig - kugeligen
Aggregaten bis hin zu lattenförmigen Kristallbüscheln, wie links abgebildet.
Es werden Größen bis zu mehreren Millimeter für Kristalle berichtet,
die Farbe kann von grünlichgrau bis rotbraun variieren.
- Jarosit ( KFe3+3[(OH)3|SO4]2 / VI/B.11-60 )
-
Haben wir bis jetzt in sehr kleinen gelben kugelförmigen Aggregaten in Beraunit gefunden.
- Kakoxen ( (Fe3+,Al)25[(OH)12|O6|(PO4)17] * 17H2O / VII/D.11-50 )
-
Der Kakoxen ist eines der farblich auffälligen Mineral von hier und bildet
sich bevorzugt in Zwickeln des Steine auf den Halden. Dabei kann es beachtliche
Faserteppiche bilden, oder kugelige bis sternförmige Aggregate bilden.
Letztere können recht beachtliche Größe erreichen, bis zu
einem Zentimeter.
- Türkis ( Cu(Al,Fe3+)6[(OH)4|(PO4)2]2 * 4H2O / VII/D.15-40 )
-
Als Besonderheit kommt hier dieses Kupfer - Ferroaluminiumphosphat vor, und das auch
noch in recht beachtlicher tief blau-grüner Farbe. Bei einem Fund wird er von
einigen weißen strahligen Wavellitkristallen Begleitet. ((BTW: auf den Internetseiten
von einem meiner Sammlerfreunde, Erik "der Haldengräber" Hock
kann man das Gegenstück sehen, der Fund gebührt Ihm! Herzlichen Dank von mir!!))
- Wavellit ( Al3[(PO4)2(OH,F)3] * 5H2O / VII/D.13-10 )
-
Dieses Aluminiumphosphat begleitet andere Minaerale von dort, kann aber auch in Gesteinszwickeln die typischen
runden Kristallaggregate ausbilden.
Fundaussichten
So gut wie nicht vorhanden. Die Reste des Bergabaus sind kaum zu finden, und
in der letzten Zeit kamen mir berichte zu Ohren das der Förster darauf achtet das
kein Waldschaden angerichtet wird.
Literatur
- [blas1]
- Güter Blaß, "Eine neue Phosphatmineralien-Paragenese von der Grube Mark bei Essershausen, mittleres Lahngebiet, Taunus"
Mineralien Welt Heft 6, Nov/Dez 2002
Letzte Änderung: 2009-05-13 20:58:10