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Grube Bleizeche (Hirschberg)

Lage

geog.Koordinaten (WGS84)

P1 : φ = 50°18,553′N, λ = 8°26,233′E
P2 : φ = 50°18,399′N, λ = 8°26,825′E

Das Bergbaugebiet verteilt sich auf 2 Gebiete, eines mit Halden und einem Stollenmundloch bei P1 und einer Halde einer Pingen bei P2. Die Halden bei P1 befinden sich gegenüber der Grube Königsholz, auf der anderen Seite der B275 etwas bergauf. Ca.800m Luftlinie westlich davon sollen sich einige Pingen befinden. Bei P2 wurde eine kleine Halde gefundene, aber keine Spuren von Pingen - diese wurden wahrscheinlich schon verfüllt.

Geschichte

Die erste Belehnung stammt aus dem März 1899 auf Blei- und Kupfererze, und zur Mitte des Jahres 1900 wird der Besitz an eine Gewerkschaft "Altfalter" übertragen, ähnlich der Grube Bleizeche. Wie dort wurde spätestens um 1914 der Betrieb stillgelegt und um die Jahre 1937/38 ging der Besitz an die Gemeinde Altweilnau über. Ein weiterer Bergbau lohnt sich Aufgrund der geringen Erzreserven nicht.

Geologie

Es wurde ein west-nördlich (?) streichender Gang abgebaut, der laut Literaturberichten eine bis zu 50cm mächtige Blei- und Kupfervererzung gehabt haben soll.
Möglicherweise steht der im Zusammenhang mit der Situation der Grube Königsholz.

Mineralien

Chalkopyrit Galenit Pyromorphit

Fundaussichten

Bei einem Besuch im späten Sommer 2002 konnten wir die Halden in der Nähe des Stollenmundloches bei P1 sowie die (mögliche) Pinge bei P2 finden. Allerdings lies sich nichts finden - lediglich das Material, was man sonst in (tauben) Halden erwartet : also Quarz (teilweise mit Einsprengseln von Kupferkies) und viele kleine Steine ...

Literatur

[geo2]
Günter Sterrmann, "Der Bergbau von Altweilnau und Umgebung (B8)"
Geologischer Arbeitskreis der VHS Bad Homburg   
[schaefer2]
R. Schaeffer, "Untersuchungen an hydrothermalen Erzgängen im östlichen Taunus"
Wettbewerb Jugend forscht 1969
[slotta]
Dr. Rainer Slotta, "Technische Denkmäler in der Bundesrepublik Deutschland 4 Der Metallerzbergbau Teil I" S.393
Deutsches Bergbau-Museum    Bochum 1983
[weiss]
S. Weiß, "Mineralfundstellen Atlas Deutschland West" Nr.556
C.Weise Verlag    , München 1990
[wilke]
Hans - Jürgen Wilke, "Mineral-Fundstellen in Hessen" S.138
C.Weise Verlag    , München 1981. (DER Klassiker!)

Letzte Änderung: 2009-05-13 20:58:10

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