Im Winter 2004 frage mich ein sehr guter Freund ob ich Ihm am Ende
seines Sprachurlaubes im Mai in Japan besuche. Nun denn, so geschah es.
Die Reiseroute führte uns von Süden Japans, von Kumamoto, in die Mitte, nach Tokyo.
Genauer begann die Reise am Flughafen Frankfurt nonstop nach Tokyo Narita, von
dort mit einem Inlandsflug nach Kumamoto (Der Zöllner staunte nicht schlecht
bei der Einreise {;). Von Kumamoto aus machten wir einen Abstecher in den
Süden nach Kagoshima und besuchten den Sakurajima, dann ging es weiter über
Hiroshima nach Osaka/Kobe. Von dort aus erreichten wir schließlich Tokyo.
Und von da aus - wie jede Reise - gings zurück nach Hause.
Kumamoto ist eine "kleine" Stadt auf der südlichsten der 4 Hauptinseln von Japan, Kyushu. Sie hat ca. 650.000 Einwohner - fast so wie Frankfurt. In dieser Stadt gibt es (mindestens) 2 Sehenswürdigkeiten. Zum einen das dortige Schloss "Kumamoto-Jo" und zum Anderen der Suizenji Landschaftspark Letzterer ist wirklich faszinieren und gilt als einer der schönsten von ganz Japan! Leider war bei meinem Besuch das Wetter nicht allzugut, Bewölkung kam auf und dahin war blauer Himmel und Sonnenschein. Es sollte ein Vorbote für die kommende Reise werden.
Als Nächstes besuchten wir die Stadt Kagoshima im Süden der Halbinsel Kyushu.
Eine wirklich interessante Stadt, was mich hier vor allem begeisterte, war die Tatsache
das an vielen Straßenkreuzungen kleine Podeste waren, auf denen ein Straßenplan abgebildet
war. In englisch und japansisch!
In Kagoshima haben wir 2 Dinge besichtigt - Das Aquarium (sorry, keine Bilder) und
den Vulkan Sakurajima. Das ist ein "richtiger", aktiver Vulkan. Er hat sich
in der Bucht von Kagoshima gebildet, und angeblich soll's in Kagoshima mehr Aschenregen
als normalen Regen geben.
Um den Vulkan herum habe ich ein paar Bilder gemacht - vor allem die Verbauung ist gigantisch,
mit der man versucht den Schlammfluten Herr zu werden. An einer Stelle gab es ein Torii
zu sehen, das bei einem Ausbruch fast von Asche verschüttet wurde. Abgelichtet habe ich
denn aber nur dessen Nachbildung{;). Und auf dem Rückweg vom Vulkanbesuch "hustete"er
kurz und produzierte eine kleine Wolke...
Weiter ging es nach Hiroshima. In der Nähe von Hiroshoma liegt die Tempelinsel Miyajima, die durch ihren Wasser-Torii berümt geworden ist. Wir kamen im strömenden Regen dort an, was aber der malerischen Schönheit dieses Ortes kein Abbruch tat. Im Gegenteil, es sah alles sehr vertäumt und mystisch aus.
Am nächsten Tag war ein Stadtbummel durch Hiroshima angesetzt - leider habe ich da kaum Bilder gemacht, ist doch Hiroshima eine sehr schöne Stadt. Lediglich die Atombombenkuppel hat es auf meine Kamera geschaft.
Weiter ging es in Richtung Osaka. Auf dem Weg lag das Schloss von Himeji.
Dieses gilt als eines der schönsten Schlösser in Japan überhaupt und ist
zudem noch original erhalten! Was soll ich schreiben - Es ist wirklich ein sehr
schönes Schloss!
James Bond Fans werden das Bild wiedererkennen,
denn es ist im Bond "You only live twice" (zu) kurz zu sehen.
Nach Himeji ging es nach Osaka, in die sogenannte "Kansai" Region. Dieser Ballungsraum
sollte ein Vorgeschmack auf Tokyo liefern. Von Osaka aus besuchten wir einige
Sehenswürdigkeiten wie Kyoto, Nara und natürlich auch Osaka selber.
Kyoto selber hat noch einige Straßenzüge, welche das "alte" Japan
beschreiben, vor der Industrialisierung.
In Osaka besuchten wir natürlich die Einkaufsstraßen - leider habe ich die nicht
fotografiert, aber soviel sei gesagt: SAG-GEN-HAFT! die Frankfurter Zeil wäre
mindestens 3-stöckig untertunnelt, von der fehlenden Glasüberdachung mal
ganz abgesehen. Und mindestens so groß wie die Frankfurter City!
Überhaupt sind die Kaufhäuser ein Traum! in der Regel 10 stöckig nach Oben,
und nach unten 2 Kellergeschosse, in der in der Regel die Lebensmittelabteilung
ist.
Fotografiert habe ich dann wieder das Schloss von Osaka. Von Außen sieht es
wirklich sehr schön aus, malerisch in einem Park gelegen mit grünem Dach und
goldfarbenen Figuren. Allerdings - es ist ein Nachbau aus Beton im Stiele der
60er Jahre (deutsche Zeitrechnung!). Innen drin ist es leider sehr enttäuschend,
nackter Beton und die klassische Raumaufteilung ist nicht mehr vorhanden.
Zum ende der Reise ging es nach Tokyo - der ultimativen Metropole. Ich muss gleich
vorweg gestehen, das sie etwas groß für mich war... Frankfurt ist dagegen
ein klitze-kleines Dorf. Die Zugfahrt von Osaka nach Tokyo verlief eigentlich nur
im Stadtgebiet - die letzte halbe Stunde denn nur zwischen Wolkenkratzern.
In Tokyo fanden wir unser Quartier im Stadtteil Ueno, in dessen Nähe ein großer
Park ist, der "Ueno-Park". Hier habe ich einige Ansichten vom Park
abgelegt, von einer Hauptstraße den Blick zum Park und zurück. Zum Park habe ich
noch einige Impressionen gelegt, wie den Lotusteich und der Statue von Saigo-Takamori
mit seinem treuen Hund.
In der Umgebung gab es auch ein paar sehr romantische Flecken, mitten in den engen Gassen des Stadtteiles mit blick auf einen örtlichen Schrein.