Diese Exkursion führte uns zuerst nach Washington/DC, der Hauptstadt der USA. Hier gibt's eine Menge zu sehen, vor allem die Museen der Smithsonian Institution , die hauptsächlich auf der sogenannten "Mall" aufgereiht sind. Wir besuchten dort das "National Museum of Natural History " und das "National Air and Space Museum ". Beide sind wirklich beeindruckend (und der Eintritt ist für umme!) Leider haben wir dort nicht viele Photos gemacht.
Bei dem Besuch von Washington haben wir einige Märsche durch die Stadt unternommen - bei "eisigen" Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Als besonderes haben wir eine Taube auf der Hand von Abe Lincoln ablichten können (sehen wir's es mal als ein Gutes Zeichen). Daneben hat es uns wohl der Obelisk ("Obelix") angetan... Ich muss zugeben, viele Bilder sind's nicht geworden.
Natürlich gehört ein Besuch der "National Mall" und der dortigen Museen der Smithsonian Institution zum Pflichtprogramm. Leider sind die Photos innerhalb der Museen nichts geworden, aber es gibt ein paar Bilder von außen, so dem leider damals geschlossenen botanischen Graten, dem Capitol und einem originalem Lunar Excursion Module (LEM) das noch übrig geblieben ist (ok, eine der wenigen Innenaufnahmen, die wo was geworden sind).
Die Mineraliensammlung des National Museum of Natural History ist spektakulär, bei so einigen Spezies war ich manchmal am zweifeln ob es sich hier um ein Original oder um ein Modell handelt, so groß waren die Exponate!
Nach 3 Tagen Stadt ging es weiter nach Phoenix/Az. Da in den USA alles etwas größer ist, ging es per Flieger dort hin - und es war erstmal etwas Warten nötig.
In Phoenix fanden wir fanden wir ca. eine Woche "Unterschlupf"
bei einem lokalem Sammler, der uns auch in der näheren Umgebung herumführte.
Nach dieser Woche fuhren wir einen weiten Bogen durch Arizona - nach Osten über Morenci
nach Norden zum
Petrified Forest ,
von dort zum
Grand Canyon
und zurück nach Phoenix.
Hier wartete schon unser Flieger zurück nach EDDF, eh, FRA, ich meine Frankfurt/Main, die
Arbeit und so weiter...
Zuerst einmal ein paar Bilder von der wunderschönen Landschaft, die Arizona bietet. Die Photos
entstanden während unserer Rundfahrt - ich habe sie hier in loser Reihenfolge eingefügt.
Man muss dazu sagen, das dieses Jahr 1998 für Arizona viel Regen im Winter brachte. Das
hatte zur folge, das viel "Grün" zu sehen war, und selbst einige Flüsse
Wasser führten.
Das bringt mich auf unser Auto! Ich hatte von Deutschland aus einen Jeep Grand Cherokee gemietet, um stilecht unterwegs zu sein.
Mit dem sind wir dann querbeet durch die Landschaft, was unweigerlich damit endete, das das Auto mit dem sogenannten "Desert Painting" geschmückt wurde. Dieses sind diese Kratzmuster die das Gestrüpp an den Fahrzegugseiten hinterlässt. Schade ist, das man bei den Bildern nicht erkennen kann, WIE das Gelände wirklich war.
Auf der Fahrt in Richtung Petrified Forest kamen wir an Morenci vorbei, einem der größten Kupfertagebaue der Welt. Das zusammengesetzte Bild gibt nur einen Sehr kleinen Teil der Gesamtgröße wieder.
Weiter ging die Fahrt durch den Apache Forrest in Richtung Norden zum Petrified Forrest. Der Apache Forrest ist eine ausgesprochen schöne Landschaft, im äussersten Südosten von Arizona - und er erhebt sich teilweise über 2000 Meter über den Meeresspiegel. Dem entsprechend viel Schnee war da.
Wir kamen im Schneetreiben zum Grand Canyon - was ein Drama bei den Eintrittspreisen! Allerdings kam denn doch die Sonne heraus und wir hatten die Möglichkeit zu einigen Landschaftsaufnahmen. Allerdings ist es sehr schwierig, ein so großes Objekt wie den Grand Canyon zu photographieren.
Das Arizona Desert Museum - es zeigt alle Tier- und Pflanzenarten, die es im dortigen Biotop gibt (oder gab). Es ist soetwas wie eine Mischung aus dem Frankfurter Zoo und dem Palmegadde. Wenn man in der Nähe ist, sollte man sich ihn unbedingt ansehen. In einem weitläufigen Gebiet werden Pflanzen und Tiere gezeigt - Wusstet ihr das es in Arizona einmal Fischotter gab?
Der Petrified Forrest -- Also kein Wald aus Steinen sondern Überreste von Baumstämmen, welche in der Trias versteinert wurden. Es soll ja Leute geben, die so etwas sammeln. Im Park (einem Naturschutzgebiet) ist natürlich das Aufsammeln von Steinen und ähnlichem streng untersagt. Problematisch war natürlich das wir schon eine ganze Wagenladung Mineralien dabei hatten, die dann vor den Augen des Parkrangers verpackt werden mußten, um zu zeigen das wir nix mitgenommen haben. Uff, was ein stress!
In der Umgebung gibt es aber viele Fundstellen von versteinerten Holz - ich selber (C.Sukatsch) habe mir denn ein Belegstück mitgenommen. Der Micha Schur war allerdings in einem Eldorado - sammelt Er doch auch versteinertes Holz.
In diesem Kapitel habe ich einige der Fundstellen beschrieben, die wir
besuchten und sogar fotografiert haben.
Apropos Fundstellen: Wenn man gerade in Phoenix ist, sollte man das
Arizona Mining and Mineral Museum besuchen. Es hat nicht nur eine
beeindruckende Sammlung von Arizonamineralien, zudem gibt es dort auch einige Beschreibungen
zu aktuellen Fundstellen! Weitere Literaturquellen sind Sammlerzeitschriften wie z.B. die
Lapisausgabe 12/1993 oder auch den
Mineralogical Record (zahlreichen Arizona-Sonderausgaben!).
Als Übersicht über alle in Arizona zu findenden Mineralien empfiehlt sich das Werk
"Mineralogy of Arizona" (ISBN-13: 978-0816515554) das auch einige Hinweise zu Fundstellen gibt.
Zudem gibt es noch einige kleine Bücher wie "Rockhounding Arizona", die aber meist sehr "Achat" und "Quarz"lastig sind.
Während wie in Phoenix waren, führte uns unser einheimischer Sammlerkontakt zur Rawley Mine. Berühmt von dort sind Pseudomorphosen von Vanadenit nach Wulfenit, sowie durchscheinende gelb bis ornagerote Wulfenittafeln.
Von den Gebäuden der Rawley Mine war allerdings nicht mehr viel zu sehen, und die flachen Halden haben wir erst gar nicht "angepickelt". Dafür sind wir gleich unter Tage gegangen: direkt vor Ort. Der Einstieg war ein echtes Abenteuer! Es ging über eine sehr windig aufgehängte Klappleiter ca.10 Meter senkrecht hinunter und dann weiter in den Berg. Sagenhaft, ich kann mir heute gar nicht vorstellen, das ich das gemacht habe. Die Funde, die wir unter Tage machten, lohnten aber alle Mühe! Kein Vergleich zu den "Krumen" die man hier in Deutschland noch finden kann.
Die Funde
Namensgebend soll hier die markante Gebirgsformation in Form eines Kammes ("Riff") gewesen sein, welche in der imposanten Gebirgslandsachaft von Arizona liegt. Gebäde gibt es auch hier nicht mehr, nur (einige) große Halden. Von Befahrungen der stark verstürzten Stollen wurde uns von den lokalen Sammlern abgeraten. Im Herbst 2005 erfuhren wie, das ein Sammler angeblich ein Teil gesprengt hatte, um Mineralien zu gewinnen. Allerdings soll er sich dabei schwer verletzt haben…
Bei unseren Besuch konnten wir leider nicht die spektakulären Linarite oder Cerussite finden, für die dieser Ort berühmt ist, lediglich einige kleine Belegstücke. Aber dafür gab es einige Caledonite, die für die dortige Verhältnisse sehr groß sein sollen. Einige unserer Spezies sind ca. 1-2 Millimeter groß {;)
Die Funde
Dei Finch Mine liegt in direkter Nachbarschaft zur 97er Mine. Dort konnten wir nicht sammeln, denn das ist "Privates Gelände" und wird als solchen auch bewacht und genutzt (der Aktuelle Besitzer sammelt/handelt mit Mineralien). Die Finch ist aber im Prinzip zugänglich und bietet eine recht ähnliche Mineralisation. Zur Erinnerung: Die Wulfenite haben einen Quarzüberzug der wie Zuckerguss aussieht. Unter Tage konnten wir ein Bild einer Wand voller Wulfenite machen - soetwas muß man gesehen haben!
Neben der Finch Mine besuchten wir an diesen Tage auch die Black Princess, die nach Auskunft unseres lokalen Führers auch als Barking Spider Mine bekannt sei. Dort haben wir ein paar Bilder von unserem "Austunneln" aus dem alten Bergwerk gemacht. Unter Tage haben wir leider keine Bilder gemacht – aber dafür ein paar Vanadinite und Wulfenite gefunden.
Die Funde
Die Eagle Eye Mine hat ihren Namen von einer charakteristischen Gesteinsformation, einem Loch im Felsen über Ihr, das einem Adlerauge ähnelt - leider haben wir kein Photo davon. (wir waren wohl zu sher mit Sammeln beschäftigt)
Die Fundstelle ist aber durchaus bemerkenswert, man beachte bloß die große grüne Verfärbung von Kupfererz im Bild. Soetwas gibt's im Taunus nicht mehr (zumindest meines wissens nach). Die Anfahrt zu dieer Fundstelle war ebenso abenteurlich, führte sie doch wirklich quer durch's Gelände, Straßen gab es nicht. Belohnt wurden wir dann durch die einzigartige Landschaft, leider hatten wir lange Zeit hier nichts gefunden, erst kurz vor der notwendigen Abfahrtszeit zu einem Motell konhten wir einige Fündige Stelle finden.
Berühmt von hier sind tiefgrüne Bayldonite und Fornacite, von denen wir aber irgendwie denn doch nichts fanden
Die Funde
Ein örtlicher Sammler hat uns zu einigen Fundstellen mitgenommen, zu denen er einen "Claim" besaß.
Links sind ein paar Bilder vom Besuch der "Sammy Dog Mine" zu sehen, die irgendwo auf halber Strecke zwischen Phoenix und Tucson in den Bergen liegt. Fundmöglichkeiten gab es hier für intensiv orangerote Mimetesite mit einer sehr interessanten Zepterbildung, zusätzlich etwas Wulfenit (von dem wir aber keine fanden).
Die "Purple Passion Mine" war ein weiterer seiner Claims. Sie liegt malerisch in der Wüste bei Wickenburg und kann gegen Anfrage besammelt werden. Bemerkenswert von hier ist die Wulfenitparagenese sowie Bildungsart. Er tritt mit Rauchquarz und Fluorit auf, und bildet nadelförmige, manchmal verfilze Aggregate welche "Fuzzy Tabs" genannt werden. Eine Ausgabe des "Mineralogical Record" (Januar 2000) beschriebt diese Fundstelle!
Die Funde
Dies ist der US-amerikanischer Ausdruck für "Funde", die man beim Händler im Tausch gegen Geld gemacht hat. Diese Funde sind in aller Regel bestimmt, gewaschen, etikettiert, montiert, usw, etc pp. Eben "silbern"… Bei so mancher Fundstelle ist es die einzige Möglichkeit Spezies zu bekommen, sei es das es die Fundstelle nicht mehr gibt oder Sammeln nicht gestattet ist.
Ein Intensiev orangeroter Vanadinit von der Hamburg Mine im LaPaz Cty. Von hier kamen sehr schöne und intesiv gefärbte Vanadinite.